Kleine Hochzeiten sind viel schöner! Ein Plädoyer für weniger Gäste

Traumerfüllerin/ Januar 4, 2020/ Hochzeit/ 2Kommentare

Bevor ihr weiterlest, muss ich euch darauf hinweisen, dass dieser Artikel über kleine Hochzeiten unbezahlte Werbung enthält, weil ich Namen nenne und Links setze. Irgendwie bescheuert, findet ihr nicht? Da darf ich euch nicht mal Empfehlungen loswerden, ohne es als Werbung zu kennzeichnen. Also gut, Pflicht erledigt, kommen wir zum angenehmen Teil!

Es ist noch gar nicht lange her, da stand dieses Thema gar nicht zur Debatte. In der Generation meiner Eltern war klar: Wenn Hochzeit, dann so richtig. 100 Gäste waren da gleich zusammen und auch 200 nicht ungewöhnlich. Die komplette Verwandtschaft bis zum 3.Grad, das ganze Dorf, alle Bekannten und Arbeitskollegen – weil es sich so gehört. Kleine Hochzeiten waren ein No-Go.

Zum Glück sind diese Zeiten vorbei und jedes Paar kann so heiraten, wie sie es wollen. Theoretisch. Denn viele Paare haben Bedenken bei kleinen Hochzeiten. Dabei gibt es so viele gute Gründe, mit 50 Gästen oder weniger den einen großen Tag zu verbringen.

 

5 Gründe, warum kleine Hochzeiten so viel besser sind 

 

Das Budget für kleine Hochzeiten

Die Kalkulation für die Traumhochzeit kann ganz schnell zum Alptraum werden. Dabei oft unterschätzt: Die Zahl der Gäste. Viele Kostenfaktoren sind von den anwesenden Köpfen abhängig. Natürlich erst mal Essen und Trinken – 35 Personen zu versorgen ist wesentlich günstiger als 150. Aber denkt auch an die Gastgeschenke oder die Blumendeko. Weniger Tische bedeuten weniger Deko, bedeuten weniger Kosten. Einladungskarten für 40 Gäste können leichter selbst gemacht werden als sie für 100 Gäste zu drucken. Und auch eine Hochzeitstorte für eine kleine Gesellschaft lässt sich leicht selber backen.
Mehr Tipps zum Thema Geld sparen findet ihr in meinem Blogbeitrag.

 

  Die Liebe zum Detail

Trauredner Regensburg

Photo by The HK Photo Company on Unsplash

Liebevoll gestaltete Gastgeschenke oder Tischkärtchen – das alles ist viel einfacher umsetzbar, wenn ihr nur wenige Exemplare davon braucht. Entscheidet ihr euch für die Do-it-yourself-Variante, habt ihr mehr Zeit dafür und müsst keine Fließbandproduktion starten. So sind auch kompliziertere Anleitungen entspannt machbar. Und wer hat vor der Hochzeit schon Zeit, über hundert Tischkarten zu basteln? Aber 30 Stück sind an einem Sonntagnachmittag gemeinsam mit der besten Freundin bei einem Kaffee und einem Schnack ganz nebenbei erledigt.

Ihr möchtet nicht selber basteln? Auch dann kommt euch eine kleine Gästezahl sehr entgegen. Euer Pro-Kopf-Budget ist logischerweise deutlich höher, sodass ihr hochwertigere Gastgeschenke oder Tischdeko anschaffen könnt.

 

 

  Die Liebsten

Trauredner Oberpfalz

Photo by Samantha Gades on Unsplash

Ich finde, bei einer Hochzeit sollen nur die Menschen anwesend sein, die sich aus ganzem Herzen für das Brautpaar freuen und ihre Liebe mit ihnen feiern wollen. Und trotzdem erlebe ich es immer wieder, dass sich das Paar bei der Gästeliste unter Druck setzt. Weil es sich eben so gehört, den Großcousin einzuladen. Und weil man ja nicht nur den Lieblingsonkel einladen kann, ohne die anderen Tanten zu verärgern.

Ich sage: Doch! Könnt ihr! Es ist euer Fest. Ihr habt Freunde aus dem Studium, die ihr seit 5 Jahren nicht gesehen habt und denen ihr maximal zum Geburtstag eine Nachricht schickt, weil euch Facebook dran erinnert? Ihr habt so gut wie keinen Kontakt zur Verwandtschaft mütterlicherseits? Und irgendwie habt ihr ein ungutes Gefühl dabei, das ganze Büro einzuladen? Dann lasst es.

Der große Vorteil: Keiner wird auf eine Einladung pochen, wenn ihr sagt: Wir planen eine ganz kleine und intime Feier. Dann kann es auch keiner persönlich nehmen.

Und das kennt jeder: Wir sind viel mehr wir selbst, wenn wir uns wohlfühlen und von den Liebsten umgeben sind. Da macht sich niemand Gedanken über die Tränen bei der Trauung.

 

 

  Die Exklusivität bei kleinen Hochzeiten

 

Micro wedding

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Bei kleinen Hochzeiten könnt ihr an Orten feiern, von denen andere nur träumen können. Euer Lieblingsrestaurant zum Beispiel, ein Gewölbekeller oder der kleine Saal in einem Schloss – viele Locations sind nur bis maximal 75 Gäste ausgelegt. Ihr braucht keine Halle für eure Gäste und seid so viel flexibler. Auch beim Essen ist bei einer kleinen Gästezahl mehr Exklusivität drin, ohne euer Budget zu sprengen. Klar, ihr habt ja auch pro Kopf ein deutlich höheres Budget.

 

  Die gemeinsame Feier

Viele Paare berichten, dass ihr großer Tag nur so vorbeigeflogen ist und sie ihn gar nicht richtig genießen konnten. Bei einer großen Gesellschaft ist das viel wahrscheinlicher. Jeder will mit dem Paar sprechen, ein Geschenk überreichen oder die Beiden zu einem Spiel nach vorne holen. Außerdem muss auch am Hochzeitstag selbst noch so einiges organisiert werden. Bei einer kleinen Hochzeit bleibt viel mehr Zeit. Ihr könnt mit allen Gästen sprechen und euch auch mal Augenblicke für euch selbst nehmen. Ihr könnt außerdem diejenigen, die sich noch nicht kennen, persönlich einander vorstellen und schon mal ein Band knüpfen, sodass auch die Gäste untereinander viel mehr Möglichkeit haben, sich kennenzulernen oder Gespräche mit alten Bekannten zu führen.

 

 

Mein Fazit: Macht es euch entspannt und kürzt die Gästeliste. Schnappt euch eure Liebsten und verbringt einen wundervollen Tag mit all den Vorteilen einer kleinen Hochzeit.

 

Kleine Hochzeiten

Photo by Alasdair Elmes on Unsplash

Wie viele Gäste plant ihr bei eurer Hochzeit? Welche Vor- und Nachteile haben große oder kleine Hochzeiten für euch?

 

 

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2 Kommentare

  1. Sehr schöner Beitrag. Je älter man wird und wenn man keinen großen Verwandten Kreis hat, desto weniger Leute will man wirklich auf seine Hochzeit einladen. Man möchte ja auch wirklich nur die Gäste dabei haben, zu denen man auch eine besondere und herzliche Beziehung hat. Was wir festgestellt haben ist, dass sich die Location Suche dann jedoch auch schwieriger gestaltet als für eine große Hochzeit. Die richtig schönen Locations sind dann in der Regel für Hochzeiten ab 60 Gäste.

    Liebe Grüße,
    Lina von https://www.petitchapeau.de/

  2. Hallo Traumerfüllerin, ein sehr schöner Post über den ich beim surfen gestolpert bin.
    Wir selbst beginnen nämlich aktuell mit der Planung unserer “Vows”., also einer Eheerneuerung nach 13 Ehejahren. Ich konnte meinem Mann nämlich das Versprechen einer “Winter-Weihnachts-Hochzeit” entlocken. freu
    Ich bin schon wieder total im Hochzeitswahn und Plane schon wie Irre.
    Darunter das ganz großes Thema: Gästeliste. Ich kann deiner Argumentation voll und ganz zustimmen. Besonders der Kostenfaktor ist gigantisch. Auch wir haben uns für unsere 2. Hochzeit für den kleinen ganz intimen Kreis entschieden. Wir möchten nur und ausschließlich mit Menschen feiern, die uns sehr nahe stehen.. Die uns wirklich kennen, bei denen wir sein können wie wir sind. Darunter zählt ein Großteil unserer Familie beispielsweise nicht. Nicht mal unsere Eltern…Hier müssen wir immer noch “aufpassen”. Das ist anstrengend. Zudem bin ich überzeugt davon, dass sie uns für verrückt halten würden und es versuchen uns auszureden etc.
    Grundsätzlich gehöre ich auch zu Kategorie “Es ist UNSERE Hochzeit, wir können tun, was wir möchten!”…dennoch scheut man den möglichen Konflikt oder die ggf. bevorstehende Kränkung.
    Ich hoffe für uns die vermeintlich richtige Entscheidung zu treffen.

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